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Das Inselarchipel Cres-Losinj liegt östlich der Halbinsel Istrien und westlich der Insel Krk und der Festlandküster Kroatiens. Vom Norden der Insel ergibt sich ein guter Blick auf die große Hafenstadt Rijeka, die das wirtschaftliche Zentrum der Kvarner Region darstellt und als Hafenstadt große Bedeutung hat.
Unsere taucherischen Aktivitäten finden Ihren Ausgang im Ort Beli der im nachfolgenden noch detaillierter beschrieben ist. |
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| Ein verträumtes Fischerdorf auf der Insel Cres. Rustikal und einfach aber von bestechender Freundlichkeit präsentiert sich Beli dem Besucher. Das historische Dorf, das kurzfristig König Bela auf seiner Flucht beherbergte (daher der Name Beli) besteht seit über 2000 Jahren. Diesen historischen Flair hat es bis heute bewahrt. Von einstmals weit über 1000 Einwohnern sind heute nur noch ca 30 übrig. Viele aus Beli stammenden Familien pflegen jedoch ihre alten Häuser in der Stadt und kommen von Zeit zu Zeit hierher um der Hektik anderer Orte zu entfliehen. |
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Tauchern wurde Beli vor einiger Zeit von der Zeitschrift "Unterwasser" (leider) als Geheimtip empfohlen, die beschränkte Infrastruktur und die etwas umständliche Anreise wird aber hordenweises Einfallen von selbst verhindern. Dennoch ist das Interesse der Tauchtouristen spürbar gewachsten. Außer dem Tauchplatz direkt am Strand mit dem kleinen Fischerhafen müssen andere Tauchplätze mit dem Boot angefahren werden. Direkt vor dem Strand findet man einen alten Torpedo (im nahen Rijeka wurden während der K.& K.- Zeit die Torpedos erfunden und gebaut; zahlreiche "Testobjekte" liegen daher in der Kvarner Bucht verstreut..) auf ca. 26 m Tiefe und etwas tiefer schwere Ankerketten und Bojen, die einstmals dazu dienten, Frachtschiffe festzumachen mit denen Bauxit-Erz aus Belis Bergen abtransportiert wurde. Links vom Hafenbecken tut sich eine sehr schön bewachsene und interessante Steilwand auf und auch rechts des Strandes gibt es kleine Steilabfälle. Eine Grotte die durchtaucht werden kann und die dann in eine Nase (bis in ca.40 m) mit Steilwand übergeht zählt auch zu den Highlights von Beli. Sichtungen von Conger, Hummern, großen Drachenköpfen, Knurrhähnen, Octopussen, Kalamaren, Sepias, Federsternen, Makrelen, Springkrebsen sind nicht selten und der Bewuchs ist vielfältig und teils flächendeckend. Mit etwas Glück kann auch ein Zackenbarsch oder ein Heringskönig gesichtet werden. Im Herbst 2000 konnten wir hier Sichtweiten bis 40 (!) m genießen!
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Beli, das Umland und seine Geier |
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Beli ist eine Perle, die ihren wahren Schimmer erst beim zweiten Blick freigibt. Auf den ersten Blick ist Beli ein verträumter alter kroatischer Fischerhafen, idyllisch auf einem Bergrücken gelegen. Die lange und abwechslungsreiche Geschichte, beginnend von Kultplätzen und Gräbern die den Kelten zugeschrieben werden über das Mittelalter hinweg hin zu neuzeitlichen Umbrüchen machen deutlich wie sehr sich menschliches Wirken in einer Landschaft manifestieren kann. Von den heutigen Bewohnern wird vor allem der k.&k.-Monarchie hoher Respekt gezollt und der damaligen wirtschaftlichen Prosperität nachgetrauert. Auch die Tatsache, daß in jener Zeit in den Schulen in kroatisch unterrichtet wurde, während unter der anschließenden italienischen Herrschaft nur italienisch gelehrt werden durfte, läßt ältere Dorfbewohner nicht ungerührt. Über die "Tramontana", den nördlichen Teil der Insel führen sehr schöne und informative Lehrpfade die das Eko-Centar, mit ansprechenden Skulpturen und Sinnsprüchen eines aus Beli stammenden Schriftstellers, angelegt hat. Das EKO - CENTAR (eine private Initiative), direkt neben der Pension Tramontana bemüht sich auch in einem besonderen Programm um die Rehabilitierung verletzter Gänsegeier und hat durch seine Bemühungen einen Wiederanstieg der Population dieser Greifvogelart erreicht. Nach Genesung der Geier werden diese schnellstmöglich wieder ausgewildert um sie in den natürlichen Kreislauf einzubinden. Neben den Geiern von Beli gibt es für naturbegeisterte noch vieles andere Interessante. Die Abwanderung hat zur Verwaisung vieler kleiner Dörfer und Weiler, sowie zum Verlassen von herrschaftlichen Anwesen geführt. Im oberen Teil der Insel gibt es eindrucksvolle Eichenwälder in denen frei laufende Schafe und viele andere Tierarten (wie z.B. das Wildschwein) ein ungestörtes Dasein fristen. Hier einige Stimmungsbilder aus dieser Verlassenschaft... |
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Die Region "Tramontana", beherbergt einige endemische Tier- und Pflanzenarten und ist daher extrem schützenswert! Die Population der Gänsegeier ist die einzige im östlichen mitteleuropäischen Raum. Auf der Insel Krk nisten derzeit 25 Paare, der Insel Prvic werden 5 Paare zugeschrieben und vor allem der Initiative des Eco-Centar in Beli ist es zu verdanken, dass die Geier im Zentrum Ihrer Nisttätigkeit, dem Norden der Insel Cres wieder auf eine Anzahl von 75 Paaren angestiegen ist. Alleine in der Steilwand südlich des Strandes von Beli bestehen nun 4 Nistplätze, teils nur 10 m über der Wasseroberfläche. In der Region Tramuntana, dem nördlichen Teil der Insel, gibt es zwei große Vogel-Schutzgebiete. Das Bejagen aber auch das Stören der Nisttätigkeit dieser bedrohten Art ist in Kroatien eine Straftat und wird mit bis zu Kuna 40.000 geahndet. |
Die Pension "Tramontana" ist zwar keine feudale Bleibe, dafür aber kümmern sich Nina und Robi mit viel Liebe um ihre Gäste. Ninas Kochkünste sind in unseren Kreisen schon legendär - Tauchen macht schließlich hungrig! Und Robi bemüht sich um die taucherischen Belange wie Luft, Bootsausfahrten, Tauchgenehmigungen usw. aber speziell um die richtige Menge Dekobier! Die Pension Tramontana war übrigens früher eine Kaserne der "Guardia Finanza". Übrigens ist das Bild schon etwas veraltet; zwischenzeitlich hat sich Robi tatkräftig und mit Erfolg um die Verschönerung des Anwesens bemüht... |
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Fährverbindung Brestova (Istien) -Porozina (Insel Cres) und zurück; Auszug aus der HP der Jadrolinija per 28.05.09 für den Zeitraum 10.06.-15.06.09:
Weitere Bilder von Tauchreisen nach Beli in Kooperation mit dem Ersten Pinzgauer Tauchclub unter: www.tauchclub.com unter "Bilder"... |
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