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Stapellauf: 22. Mai 1929 - Werft: Vickers-Armstrong
Schicksal: Versenkt durch Seemine am 6. Dezember 1941
Typ: U-Boot der Parthian-Klasse, Besatzung: 59
Verdrängung: 1,499 t an der Oberfläche bzw.
2,070 t getaucht
Abmessungen: Länge: 79 m, Höhe: 8,5 m, Tiefgang: 4,2 m
Antrieb: 2 Admiralty-Dieselmotoren, 4,400 PS (3,300 KW), sowie
2 Elektromotoren, 1,530 PS (1,140 KW), 2 Wellen
Geschwindigkeit: 17,5 Kn (32,4 km/h) an der Oberfläche,
9 Kn (17 km/h) getaucht
Reichweite: 8,500 nmi (15,700 km) bei 10 Kn (19 km/h)
Bewaffnung: 8 x 53,3 mm Torpedo-Rohre (6 am Bug, 2 am Heck),
1 x 10,2 mm Deck-Geschütz, 2 Maschinengewehre |
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Das britische U-Boot “PERSEUS” lief am 24.11.1941 zu einer Patrollienfahrt von Malta in den Golf von Taranta, die Adria und das Ionische Meer aus. Am 6.12.1941 lief es vor der Küste der grieschischen Insel Kefalonia auf eine italienische Seemine auf und sank, 60 Offiziere und Besatzungsmitglieder mit sich reißend innerhalb weniger Minuten. Das britische Besatzungsmitglied John Capes war der einzige Überlebende, der aus dem gesunkenen U-Boot entkommen konnte. Unter Verwendung des Davis-UBoot-Retters gelangte er an die Oberfläche der kalten Ionischen See und erreichte in übermenschlicher Anstrengung schwimmend die Küste Kefalonias, wo er von griechischen Inselbewohnern unter größtem Risiko für das eigene Leben vor den italienischen Besatzern versteckt wurde. |
In der Nacht des 6. Dezember, 1941 patrollierte die H.M.S. PERSEUS an der Oberfläche des Ionischen Meeres zwischen den grieschischen Inseln Kefalonia und Zakynthos. An Bord befanden sich neben der reguläten Besatzung auch der britische Seemann John Capes und der griechische Leutnant Nicolas Merlin. Es war eine dunkle und windige Nacht. Plötzlich erschütterte eine gewaltige Explosion das U-Boot vom Bug bis zum Heck. Das U-Boot war auf eine Mine gelaufen. Durch das Loch das durch die Explosion entstand und die offene Luke des Kanonenturms drangen Tonnen von Wasser in das Boot und schon Sekunden später begann das Schiff über den Bug in die kalte See zu sinken und riß sechzig Offiziere und Seeleute mit sich.
Von den Seeleuten, die nun gefangen im U-Boot am Grunde der Ionischen See waren, gelang einem etwas, was bisher in der Geschichte der Seefahrt als unmöglich galt. John Capes lag gerade in seinem Heck-Abteil und genehmigte sich einen Rum während der Lektüre einiger Briefe, als die Explosion sich ereignete.
Als die H.M.S. PERSEUS zu sinken begann, wurden die Heckabteile erst geflutet als das U-Boot den Meeresgrund erreichte. |
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Trotzdem Capes verwundet war, begann er sofort mit der Suche nach anderen Überlebenden und fand drei andere schwer verwundete Seeleute. Ohne Zeit zu verlieren, suchte Capes nach den Davis-U-Boot-Rettern (Davis Submerged Escape Apparatus) und half seinen verwundeten Kameraden sie anzulegen. Danach musste er einen Weg finden, die Ausstiegs-Luke im Heckteil zu öffnen; das konnte nur bei ausgeglichenem Druck geschehen. Unglücklicherweise war die Kurbel verbogen und nicht zu bewegen. So musste er einen anderen Weg finden die Luke zu öffnen, ansonsten sie alle gefangen gewesen wären. |
Und es gelang ihm; er flutete das Abteil indem er eine Unterwasser-Signalpistole zu Hilfe nahm, die normalerweise dazu verwendet wurde um Rauchsignale an die Oberfläche zu senden Im selben Moment half er seinen Kameraden sich unter dem Wasser wegzuducken, welches in den Rumpf eindrang und um hinaus durch die Notluke ins Meer zu gelangen. Dann folgte er ihnen auf dem selben Wege und begann mit seinem Aufstieg aus 52 Metern Tiefe.
Er drückte den schmerzhaften Aufstieg durch und erreichte schlußendlich die Oberfläche. Danach sah er sich nach seinen Kameraden um, aber vergeblich. Keiner außer ihm hatte den Untergang der H.M.S. PERSEUS überlebt, die nun für 59 Besatztzungsmitglieder zum Unterwasser-Grab wurde.
Obwohl stark erschöpft, nahm Capes all seine Kräfte zusammen die ihm noch verblieben waren und begann auf die dunkle Masse, die er am Horizont ausnehmen konnte zuzuschwimmen. Nach einer mehrstündigen Anstrengung in der kalten See erreichte er den felsigen Strand. Unter größter Mühe kletterte er über die Felsen um schließlich auf einen der eindrucksvollen Strände der Insel Kefalonia zu gelangen. Erschöpft fiel er in Ohnmacht.
Gefunden wurde er von den Inselbewohnern Miltiades Xareras und Xaralabos Valianos, zwei Fischern aus der direkten Umgebung, dem Dorf Mavrata, die ihn versorgten und ihm Unterschlupf gewährten. Um ihn vor den italienischen Soldaten zu schützen wurde er immer wieder in wechselnde Unterkünfte verlegt. Insgesamt wurde er mehr als 18 Monate versteckt und schlussendlich wurde ihm geholfen nach Smyrna in Sicherheit zu entkommen.
John Cape´s auergewöhnliches Überlebens-Abenteuer war für viele schwer ernst zu nehmen. Keiner glaubte so recht an seine Geschichte, da sie doch sehr weit hergeholt erschien. Niemand verstand so recht welche Schwierigkeiten dieser Mann durchkämpfen mußte; es war auch vorher noch niemandem gelungen aus solcher Tiefe zu entkommen. Leider weilt John Capes heute nicht mehr unter uns um der Geschichte weiter auf den Grund gehen zu können...
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Das Denkmal für die Opfer des Unterganges der HMS PERSEUS
auf der griechischen Insel Kefalonia
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